›› Hermann Gelszinus

Hermann Gelszinus ist ein Solokünstler und ein Multitalent. Zu seinen ausdrucksstarken stimmlichen und gitarristischen Fähigkeiten gesellen sich seine einfühlsame und atmosphärische Dicht- und Kompositionskunst. In seinen Liedern und Gitarrenstücken finden sich Hand in Hand sowohl Witz und Melancholie als auch Expressivität und Leidenschaft. Seine polyphone Vortragsform verschmilzt in ruhigen Räumen zu romantischen Bildern aus Harmonie in Wort und Ton.

Vita

1957 wurde ich in Brebach im Saarland geboren. Meinen ersten Gitarrenunterricht erhielt ich, wie wohl viele Kollegen, mit 12 Jahren. Von meinem 19. Lebensjahr an bis zu meinem 23. Lebensjahr war ich als Straßenmusiker landauf- und abwärts sehr erfolgreich aktiv und spielte dort Lieder von Reinhard Mey, Ulrich Roski, Schobert und Black, Hannes Wader und anderen nach. Hier sammelte ich viele Erfahrungen im Umgang mit der Liedbegleitung und der Interpretation von Liedern vor einem sich ständig in Bewegung befindendem Publikum, welches ich zum Stehenbleiben und Zuhören, dank meines komischen und musikalischen Talentes, überzeugen und begeistern konnte.

Ab meinem 30. Lebensjahr erlernte ich bei Eckard Lind, der Dozent am Mozarteum in Salzburg war, das Handwerk der klassischen Gitarre und der Komposition. In Etüden von Fernando Sor, Francisco Tarrega, Emilio Pujol, Leo Brauer, Joaquin Rodrigo oder etwa M.Castelnuovo Tedesco lernte ich die Spanische Gitarrenmusik und deren Techniken kennen und lieben. Die Tirando- Appoyandotechniken, um Melodie- bögen zu phrasieren oder die zahlreichen Arpeggiomöglichkeiten zur Darstellung von harmonischen Zusammenhängen bis hin zu den rhythmischen Raffinessen der Rasguedos in der Flamencomusik, all diese differenzierten Darstellungsmöglichkeiten und Artikullatons- formen auf der Gitarre beeinflussten mein musikalisches Schaffen und dienen mir heute noch als Handwerkszeug in meinem Schaffensprozess als Musiker.

Der Besuch vieler Meisterkurse, wo ich von Meistergitarristen wie Vladimir Mikulka, Stefan Rack, Sonja Prunnbauer oder Juan Martin, um nur einige zu nennen, unterrichtet wurde, rundeten mein gitarristischen Fähigkeiten ab.

In dieser Zeit lernte ich auch Gertrud Schulz kennen, die als Dozentin für Gesang und darstellende Kunst an der Hochschule in Wien tätig war. Von ihr wurde ich zum Sänger ausgebildet und lernte durch sie in Liedern von Franz Schubert, Gustav Mahler, Wolfgang Amadeus Mozart, Hugo Wolf oder Kurt Weil das Kunstlied kennen und interpretieren. Ich habe zwar die klassische Stimmformung kennengelernt, gebe aber für meine eigenen Lieder der Chansonstimme den Vorzug.

Die vielen erfolgreichen Konzerte der letzten Jahre im In- und Ausland, welche ich dort als Gitarrist und als Sänger, sowohl mit den eigenen als auch mit den Kompositionen anderer Komponisten gegeben habe, bestärkten mich in der Absicht, nicht nur als Gitarren- und Gesangslehrer aktiv zu sein, sondern mich auch mehr und mehr mit meinen eigenen Liedern und Gitarrenkompositionen einem interessierten und neugierigen Publikum zu stellen.

Mein Leben für die Kunst